Favelas - Die Armenviertel Rio de Janeiros

Die berühmten Favelas Rio de Janeiros werden oft bewusst von den Touristen gemieden. Zu gefährlich sei es in den Armenviertel.


Corinne und ich haben da eine ganz andere Erfahrung gemacht. Unsere ersten 2 Nächte in Rio verbrachten wir im Favela Experience Hostel in Vidigal. Wir stiessen auf zwar arme, aber sehr offene und hilfbereite Menschen und fühlten uns zu keiner Zeit unseres Aufenthaltes unwohl oder gar bedroht.

Zu dem kommt der einzigartige Charme der Favelas, welcher mich persönlich sehr inspiriert hat. Abends wird auf der Strasse zusammen Musik gemacht oder einfach geplaudert.

Auch die Aussicht von den am Hang gelegenen Hütten kann sich sehen lassen. Man hat den Blick aufs Meer und die Stadt. Dies bezahlt man jedoch mit einem Steilen Aufstieg und dem Erklimmen vieler Treppen. Aber keine Angst: Es fahren auch sogenannte Mototaxis (Motorräder welche einen Passagier befördern) bis nach oben.

Auch die Kosten im Favela sind sensationel. Die Unterkünfte sind günstig und das Essen kostet bis zu 2/3 weniger als im Zentrum der Stadt.

Ein eventueller Nachteil sind die vielen Hunde im Favela. Die meisten laufen frei herum. Sie sind oft keine Bedrohung, da es sich um Familienhunde handelt. Trotzdem ist Vorsicht geboten, da viele auch als Wachhund fungieren. Nach mir selbst wurde geschnappt als wir einen öffentlichen Weg passieren wollten.

Bei angemessenem Verhalten gegenüber den Hunden, aber auch den Menschen und wenn man evtl mal die teuren Markenklamotten im Hostel lässt, ist es jedoch keineswegs gefährlich im Favela. Natürlich gibt es sicherlich auch Unterschiede bezüglich der Sicherheit bei den verschiedenen Favelas.


Das Favela ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Für diejenigen, die das Armenviertel nicht auf eigene Faust erkunden möchten: Es können auch sogenannte Favela-Tours gebucht werden.

Joëlle

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